Marc Boeker
Cloud Backup

Meine Datenverluste und die Geburt von WeLoveBackups

Meine Datenverluste und die Geburt von WeLoveBackups

Der erste Akt

Mein erster Computer hatte eine 20 MB Festplatte. Für die damalige Zeit war das richtig viel Speicherplatz. Heute würde alleine schon eine Minute YouTube diesen Platz füllen. Ich habe damals schon Software entwickelt. Eines Tages habe ich meinen Computer angeschaltet und es kam ein Fehler beim Hochfahren. “Invalid Block” stand dort. Ich hatte damals keine Ahnung was das bedeutete, aber irgendwie ließ sich der Computer nicht mehr zur Kooperation überreden. Irgendwann habe ich dann herausbekommen, dass sich meine Festplatte verabschiedet hatte. Und zwar unwiderruflich. Von Backups hatte ich damals noch nie etwas gehört. Und das Thema Cloud Backup war damals nicht existent. Denn Privatpersonen hatten damals noch keinen Internetanschluss. Also waren alle meine kleinen, selbstgeschriebenen Programme weg. Im ersten Moment war ich ziemlich frustriert, aber man schaut ja nach vorne. Daher habe ich mir dann verordnet, jeden Abend meine Daten auf eine Diskette zu sichern. Also saß ich die ersten Wochen abends vor meinem Computer und habe fleißig Disketten bespielt. Man war das spannend. Lessons learned: Ohne Backup bist Du aufgeschmissen.

Der zweite Akt

Irgendwann wurden dann die Festplatten größer und meine Backupbegeisterung hat damit automatisch nachgelassen. Eines Tages wache ich morgens durch ein lautes Klacken auf. Mein Computer lief die Nacht durch und hatte etwas berechnet. Normalerweise hört man nur ein leises Surren, aber diesmal war es ein fieses Klacken. Dieses Klacken ist meist ein eindeutiges Indiz dafür, dass die Festplatte den Geist aufgegeben hat. Hier ein Beispielvideo von einem Leidgenossen:

Und natürlich hatte ich kein Backup gemacht. Ich dachte, das ist ein neuer Computer mit einer neuen Festplatte, da kann schon nichts passieren. Pustekuchen. Diesmal waren es nicht nur kleine Programme, die ich geschrieben hatte, sondern auch selbstentwickelte Webseiten, Bilder und Musik. Und prompt wurde das Thema Backup wieder relevant. Diesmal habe ich alles auf eine externe Festplatte gesichert und ich fühlte mich dem Datenverlust überlegen. Überlegenheit kommt vor dem Fall? Lessons learned: Auch neue Computer können mal kaputt gehen.

Der dritte Akt

Als meine Festplatte erneut den Geist aufgegeben hatte, ich nutzte damals eine IBM DeskStar, die auch unter dem namen DeathStar bekannt war, weil sie regelmäßig kaputtgegangen sind, war ich kein bisschen in Aufruhe. Ich hatte ja ein aktuelles Backup. Also habe ich erstmal die externe Festplatte angesteckt und fröhlich Gigabyte für Gigabyte wiederhergestellt. Damals hat das noch alles etwas länger gedauert. Als dann alles wieder da war und ich das Backup inspizierte, dachte ich, das ist ein Aprilscherz. Viele Dateien waren uralt und nicht in der Version, die vorher auf meiner Festplatte war. Das kann doch nicht sein, das Backup Programm hat doch nach jedem Backup ein „Alles OK“ gemeldet. Verdammt, da habe ich mich wohl drauf verlassen und das Backup nicht geprüft. Und schon wieder Daten für immer im Jenseits verloren. Das kann doch echt nicht wahr sein. Lessons learned: Verlasse Dich nie blind auf ein Backup, sondern überprüfe regelmäßig, ob alles passt.

Der vierte Akt

Inzwischen waren ein paar Jahre ohne größeren Datenverlust vergangen und ich habe meine externe Festplatte um ein Cloud Backup auf Dropbox ergänzt. Jetzt kann mir doch wirklich nichts mehr passieren dachte ich. Es ging auch einige Zeit lang gut, aber irgendwann hatte ich aus Unachtsamkeit eine wichtige Datei überschrieben. Das habe ich aber nicht sofort gemerkt, sondern erst später. Als es mir dann aufgefallen ist, fühlt ich mich schon wieder dem Datenverlust überlegen (das hatten wir ja schonmal). Denn ich hatte ja jetzt zwei Quellen, aus denen ich die Dateien wiederherstellen konnte. Also versuchte ich es zuerst mit der externen Festplatte, die ich immer in meiner Laptoptasche aufbewahrt habe. Nur wo ist diese verdammte Festplatte. In der Tasche war sie nicht mehr. Ich habe heute noch die Situation vor Augen, wie ich alles auf den Kopf gestellt habe, um diese verdammte Festplatte zu finden. Es kann doch nicht sein, die hatte ich vor 4 Tagen noch in der Hand. Hat die einer aus meiner Laptoptasche geklaut? Auf der Bahnfahrt vorgestern? Das kann doch echt nicht wahr sein. Wer klaut denn bitte externe Festplatten? Wenigstens waren die Daten darauf verschlüsselt. Lessons learned: Daten immer verschlüsseln. Also schaut ich bei Dropbox nach der Datei und schwups, da war sie. Jetzt noch die passende Version davon finden, denn Dropbox hatte schon die überschriebene Version hochgeladen. Hm, komisch, hier fehlen doch alte Versionen. Wo sind die denn? Och nö, oder? Die alte Version wurde gelöscht, weil sie älter als 30 Tage war. Und wenn man keinen Pro Account mit erweiterter Dateihistorie hat, dann hat man schlicht und einfach Pech gehabt. Wie auch dieser Leidensgenosse. Lessons learned: Wenn externe Festplatten zum Einsatz kommen, dann diese immer verschlüsseln (genauso wie interne Festplatten). Und verlasse dich nie auf Cloud Anbieter ohne genau zu prüfen, nach welchen Regeln sie deine Dateien aufbewahren.

Das Finale mit Happy End

Man sieht, dass ich schon einige Datenverluste hatte. Viele davon aus Unachtsamkeit, weil man denkt, pff Datenverlust, passiert mir doch nicht. So entstand die Idee, ein Cloud Backup zu entwickeln, dass vollkommen automatisch arbeitet, mich nicht nervt, um das ich mich nicht kümmern muss und das mir garantiert, dass meine Daten sicher und jederzeit wiederherstellbar sind. Ca. 4 Jahre lang lag die Idee in der Schublade rum. Immer wieder habe ich den Zettel dazu rausgeholt und an der Idee weitergesponnen. Und irgendwann hat es mich gepackt, das Thema eines einfachen, zuverlässigen und komplett verschlüsselten Cloud Backups zu entwickeln. Und so entstand WeLoveBackups. Das, was ich in über zwei Jahrzehnten über das Thema Datensicherheit mit schmerzlicher Erfahrung gelernt hatte, sollte in meine Version eines Cloud Backups einfließen. Und weil WeLoveBackups seit einiger Zeit bei mir selbst und bei vielen Freunden im Einsatz ist und das Feedback von „boah ist das einfach, da muss ich mich ja um Nichts kümmern“ bis hin zu „hey, Du hast mich schon mehrfach den A…[llerwertesten] gerettet“ geht, dachte ich mir, dass es sicher viele andere Menschen gibt, die das gleiche Problem haben. Daher ist WeLoveBackups nun für jeden verfügbar.

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